Städtisches Bestattungswesen Meißen

Krematorium Meißen · Bestattung Meißen · Bestattungsinstitut Meißen

Märchen und Geschichten

Laut und sehr lang gezogen war der Pfiff der Lokomotive vom nahe gelegenen Schmalspurbahnhof „Jaspisstraße“. Wenn ich mich damals auf den heimischen Küchenstuhl stellte und mir ein kleines Guckloch durch unsere angelaufene Fensterscheibe wischte, konnte ich die hell erleuchteten Fenster der kleinen Waggons sehen, die gerade von einer Lokomotive in den Bahnhof geschoben wurden.


Am Ende des Jahres 1969 brach bei meinem Freund Roy und mir das Goldfieber endgültig aus. Angestachelt durch die gerade überall in den Kinos laufenden Indianerfilme, gab es für uns nur das eine Thema.


Wenn der Mensch etwas verliert, ist das meist eine traurige Angelegenheit, besonders dann, wenn es sich dabei um Geld gehandelt hat. Oft zerbricht man sich tagelang den Kopf darüber, wo denn die Münze abgeblieben ist, denn gerade eben lag sie ja noch in der Geldbörse sicher verwahrt.


Still und geheimnisvoll liegt ein großer Keller unter dem Krematorium. Dunkel belegte Ziegel bilden sein Gewölbe und ein sieben mal sieben Schritte langer Gang führt dorthin. Es herrscht scheinbar ewige Ruhe und die dicken Kellerwände sorgen für angenehme Kühle. Nur manchmal im Winter steigt weißer Nebel aus einem Schacht nahe der Leichenhalle. Es scheint, dass der Tod hier seit Urzeiten eine Bleibe hat.